RP zum Jahresbericht 2010

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Mehr Bedürftige: Tafel braucht Sponsoren
VON LENA STEEG -
zuletzt aktualisiert: 18.03.2011

Mönchengladbach (RP) Der Jahresbericht 2010 der Mönchengladbacher Tafel zeigt es ganz klar: Die Zahl der Einrichtungen, die auf die Belieferung angewiesen sind, ist weiter angestiegen.
Allein fünf Kindergärten, zu denen beispielsweise die Kindertagesstätte St. Paul an der Brückenstraße und der Eickener Kindergarten "Schatzinsel" gehört, werden regelmäßig mit Lebensmitteln der Gladbacher Tafel unterstützt. Drei Förderschulen für Lernbehinderte und Kranke gehören ebenso zu den Abnehmern, wie Jugendhäuser, Sozialdienste und das Tierheim Mönchengladbach.
Auch die Zahl der Selbstabholer, die sich im Ladenlokal am Fleenerweg in Lürrip mit Lebensmittel versorgten, stieg in den vergangenen Jahren immer weiter an. Der Laden war 2010 ganzjährig geöffnet, insgesamt 103 mal für die Mittwochs-Kunden und 100 mal für die Freitags-Kunden. Samstags wurden jeweils Backwaren für beide Gruppen ausgegeben.
Die Summe der Rationen, die pro Person ausgegeben wurden, stieg von Januar 2010 (Erwachsene: 3,918, Kinder: 2,005) bis Dezember 2010 (Erwachsene: 5,012, Kinder: 2,617) deutlich an. Auch im Zehnjahres-Vergleich bestätigt sich dieser Trend. Während im Jahre 2000 in Gladbach nur 1890 Rationen pro Monat ausgegeben wurden, verdoppelte sich die Zahl bis 2005 bereits auf 3651 Rationen. 2010 waren es sogar schon 6595.
Die Zahl der durch die Tafel versorgten Personen steigt also kontinuierlich. Davon bestreiten die Einzelpersonen mit rund 45 Prozent den Löwenanteil. "Häufig kommen alleinstehende Männer oder ältere Leute", sagt die Vorsitzende der Gladbacher Tafel, Monika Bartsch. 22 Prozent der Kunden sind Paare mit Kindern, 21 Prozent Paare und zwölf Prozent der Abnehmer sind Einzelpersonen mit Kindern. Gut die Hälfte der Besucher nimmt regelmäßig die Hilfe der Tafel in Anspruch. Monika Bartsch vermutet: "Mit einem Abwärtstrend ist nicht zu rechnen."
Auch deshalb wurde der Fuhrpark der Tafel im vergangenen Jahr komplett erneuert, die vier Kühlwagen legten im vergangenen Jahr beachtliche 53,440 Kilometer zurück, gut 4000 mehr als im Vorjahr. Die dadurch gestiegenen Betriebskosten konnten nur mittels Sponsoren und Spenden getragen werden, betont Monika Bartsch. Den Schwerpunkt setze die Tafel immer mehr auf Einrichtungen, die mit und für Kinder kochen.
"Im Rahmen unserer Möglichkeiten wollen wir das auch 2011 verstärken", sagt die Vorsitzende. Weil immer mehr Supermärkte knapper kalkulieren, müsse die Tafel jedoch auch nach neuen Sponsoren suchen.
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Anmerkung der Tafel: Der Fuhrpark der Tafel wurde im Laufe der letzten Jahre - nicht allein 2010 - Zug um Zug erneuert.